Die Herman-Story: Von der Freiheit, das Richtige zu tun
Aber wie begann das eigentlich alles? Man kann die Getränkebranche theoretisch studieren, oder man kann sie atmen. Mein Weg begann im Jahr 1968, als ich als kleiner Junge von gerade einmal sechs Jahren als „Minibeifahrer“ auf dem Getränke-Lkw meines Vaters Werner mitfuhr. Zwischen klappernden Glasflaschen und dem geschäftigen Treiben der späten 60er-Jahre im elterlichen Betrieb in Hamm wuchs eine tiefe Verbundenheit zur Getränkebranche. Nach meinen Ausbildungsjahren folgte der entscheidende Schritt: Im Jahr 1980 übernahm ich das Getränkegeschäft meiner Eltern in Selbstständigkeit. Ich führte die Familientradition fort und baute den Betrieb mit eigenem Fokus auf alternative Erfrischungsgetränke und Softdrinks zu meinem Hauptberuf aus. Jahrzehnte des Anpackens, der Logistik und des direkten Kundenkontakts bildeten die Grundlage für alles, was folgen sollte – den Wunsch, der eigenen jahrzehntelangen Erfahrung ein ganz persönliches Gesicht zu geben. |
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Die Geschichte von „Herman“ begann gedanklich ab 2005 Formen anzunehmen. Dabei entwickelte sich „Herman“ immer mehr als Antwort auf meiner Suche nach einer eigenen und unabhängigen Limonade. 2006 kam der Moment der Verwirklichung. Die Rakete auf unserem Etikett ist dabei weit mehr als nur ein Logo – sie ist das Symbol für diesen Aufbruch. Wer den Kurzfilm „Coin Operated“ kennt, versteht sofort, was ich meine: Auch wenn der Film nicht meine Lebensgeschichte erzählt, ist es ihr doch erstaunlich nah. Wer so lange Teil eines großen Getriebes war, verspürt irgendwann den Drang, selbst durchzustarten. Die Rakete trägt einen weiter. Sie steht für die Entscheidung, die eigene Energie nicht mehr in fremde Strukturen, sondern in die Verwirklichung der eigenen Träume zu investieren. Sogar der Name selbst ist so authentisch wie dieser Moment: Auch der Name entstand aus einem echten Moment: Bei einer Probeverkostung rief ein Testverkoster begeistert: „Gib die eine Flasche noch mal her, man!“ Die ersten Abfüllungen von Herman-Getränken entstanden auf den Anlagen der Loscher-Brauerei im Frankenland, deren Club-Mate-Produkte wir bereits zu dieser Zeit in NRW über unseren Getränkegroßhandel distribuierten. Die Logistikanbindung war somit unkompliziert. Ich kann mich noch gut daran erinnern. In einer nächtlichen Aktion, als der Brauereibetrieb ruhte, packten wir in den Lagerräumen die ersten Glasflaschen aus der Glashütte in unsere neuen Getränkekisten und bereiteten alles für die erste Abfüllung vor. Was uns dabei sehr half: Der Brauereichef persönlich servierte uns heißen Kaffee für die Nachtschicht. Inzwischen wird Herman in NRW auf den Anlagen der Brauerei Hohenfelde CO2-neutral und atomstromfrei abgefüllt. Hier findet auch die von uns zwischenzeitlich erworbene Traditionsmarke „Hausmarke“ – eine Cola mit Mokka-Geschmack – ihre Heimat. Was nur wenige wissen: Mit dieser Rezeptur, die ab 2004 noch unter „Cola-Kaffee“ gelabelt war, war Hausmarke-Cola die Erste Cola mit Kaffeegeschmack auf dem Markt. Später haben wir die Hausmarke-Welt in unserem Softdrink-Zauberkessel um eine ganz besondere Sorte bereichert: Es entstand: „Hausmarke-Cola-Lakritz“ Als weltweit einziger Hersteller dieser besonderen Spezialität sehen wir uns hier selbstbewusst als Weltmarktführer. Mit unseren beiden Hausmarke-Cola-Spezialitäten sind wir heute im Segment der Cola-Spezialitäten ein ganz eigener Maßstab. Vielleicht ist es euch schon aufgefallen: Als Marke sind wir Gestartet mit dem Namen „Hermann“. Heute heißt es moderner „Herman“. Auf unseren Kisten steht oft noch „Hermann“, auf unseren Flaschen aber stolz „Herman“. Das hat handfeste Gründe. Zum einen die Lesbarkeit: „Herman“ lässt sich auf der zylindrischen Flasche größer drucken; wir wollen, dass ihr den Namen sofort lesen könnt, ohne die Flasche drehen zu müssen. Zum anderen der Ressourcenschutz: Wir behalten die gelben Hermann-Brause-Kisten bei. Neue Kisten zu produzieren, nur um ein „n“ zu löschen, wäre ökologische Verschwendung. Echter Ressourcenschutz schlägt Optik – das ist die Freiheit, das Richtige zu tun. „this is me“! - und wie es dazu kam. Wenn auf dem Etikett heute „this is me“ steht, dann ist das nicht einfach nur die Summe aus über 60 Jahren meines Getränkelebens, sondern es spiegelt auch besondere Momente einer Arbeitsinspiration wider. Es geschah in der tiefen Ruhe einer Arbeitsnacht, während die Monitore den Raum in gedimmtes Licht tauchten und der Fokus ganz auf der Neugestaltung der Etiketten lag. Ein musikalischer Fund begleitete mich beim nächtlichen Arbeiten – als Christian, seine große Schwester Jade und ihr ganzer Chor auf die BGT-Bühne gehen, um „This Is Me“ aufzuführen, eine bewegende Darbietung, die wirklich zeigt, was es bedeutet, sie selbst zu sein. Dies drang durch die kleinen Lautsprecher auf meinem Schreibtisch und wurde für mich zum entscheidenden Funken bei der Etikettenneugestaltung. Ich war tief berührt von dem Auftritt, von der tollen farbigen Vielfalt und den wichtigen Botschaften des Auftritts von Christian, Jade und ihrem Chor. Die gesungene Botschaft von Selbstbehauptung und Authentizität war für mich die perfekte Lösung als Übertragung zu meiner Designidee. Es war ganz einfach stimmig und richtig: „this is me“! Im Nachgang habe ich noch versucht etwas an Energie durch eine kleine unterstützende Spende an Christian und Jade für ihre Projekte zurückzugeben. Ich suchte nach einem Kontakt zu Jade, doch leider ist mir das trotz mehrerer Bemühungen einfach nicht gelungen. Ich fand das schon sehr besonders schade, jedoch wollte ich mein Vorhaben Energie abzugeben nicht einfach aufgeben. Klar, es gibt so vieles unterstützungswürdiges, jedoch, allein kann man leider nicht alle Projekte unterstützen. Ich habe mich dann dafür entschieden, eine kleine Spende zu leisten zugunsten von: (I)NTACT-Mädchenhilfe – Internationale Aktion gegen die Beschneidung von Mädchen und Frauen e.V. Nun sitze ich hier erneut in einer nächtlichen Arbeitssitzung und schreibe weiter an meinen Texten für euch. Weiter geht es mit „Mehrweg hilft allen“! Das hat nur indirekt etwas mit Herman & Hausmarke zu tun, stammt aber als Beitrag zum Getränkegeschehen auch aus unserem kleinen Entwicklungsteam, genauso wie auch die Getränkeplattform Independentdrinks. Unter dem Namen „Mehrweghilftallen“ setzen wir uns gegen ökologische Nebelkerzen ein. In Zeiten des Klimawandels ist kein Platz mehr für leere Versprechen. Während Teile der Branche mit „Glas-Mehrweg“ werben, gleichzeitig aber ihre Sortimente mit Einwegdosen erweitern, setzt man bei Herman-Kola auf ökologisch sinnvolle Getränkeverpackungen. Über unsere Plattform Mehrweghilftallen.de fordern wir gesetzgeberische Maßnahmen, die ausschließlich Mehrwegsysteme erlauben. Schluss mit dem Ressourcen-Raubbau! Wir setzen Maßstäbe: Mehrweg sichert regionale Arbeitsplätze – vom Fachhandel bis zum deutschen Maschinenbau. Unsere Herstellung erfolgt atomstromfrei und CO2-neutral. Unsere gelben Kisten bestehen zu 100 % aus Neumaterial ohne schwermetallbelastetes Regenerat und werden mit Strom aus Wasserkraft hergestellt. Zurück zu Herman & Hausmarke: Auch bei den von uns eingesetzten Getränke-Grundstoffen sind unsere Zutaten hochwertig und vegan. Wir nutzen Zucker aus europäischen Zuckerrüben. Rohrzucker lehnen wir grundsätzlich ab, besonders auch, um Regenwaldflächen vor Rodungen zu schützen und schwerölbelastete Schiffstransporte zu vermeiden. Wer Träume umsetzt, trägt Verantwortung für die Welt, in der er träumt. Ihr, unsere Kunden, ermöglicht uns mit eurer Kaufentscheidung für eine Erfrischung von Herman & Hausmarke sowohl Brot und Lohn für unsere Arbeit als auch die Freiheit, Spenden bzw. Zuwendungen verteilen zu können. So z. B. an die Berliner-Ukraine-Hilfe, Arche-Nova.org, Tiertafel-Projekte und auch an Telefonseelsorge-Projekte. Besonders auch dafür steht unser „thank you“ und das rote Herz, als Botschaft auf den Herman- & Hausmarke-Kronkorken. „Eine erfrischende Entscheidung“ – „Thank you“! Es ist unser besonderes Dankeschön für alle Kunden. Herman & Hausmarke – Das Original – feinste Limonadenerfrischung! Die richtige Antwort für europäisch guten Geschmack & wertebasiert. „Ich war noch niemals in New York“, heißt es im Lied. Aber wer aus New York hat jemals eine Hausmarke-Cola-Lakritz aus der Ruhrmetropolenstadt Hamm genießen können? „Herman & Hausmarke“ – zwei kleine Giganten. Wir, ich und unser kleines Team, wir bleiben kreativ und unabhängig. Norbert Rabe & das Team um Herman-Kola wünschen allen eine gute Zeit mit bester Erfrischung! |








